Vor- und Nachteile: Vollformat oder APS-C-Sensor?

Sehr beliebt: Die Canon 5D Mark II (© Canon)
Sehr beliebt: Die Canon 5D Mark II (© Canon)
  1. 1 Vollformat? APS-C? Bitte was?!
  2. 2 Mehr Licht mit der Vollformat?
  3. 3 Freistellung und Portraits
  4. 4 Der Crop-Faktor: 1,6
  5. 5 Das wichtigste: Die Bildqualität
  6. 6 Geld, Objektive und Größe
  7. 7 Was denn jetzt?
    1. 7.1 Die Vorteile einer Fullframe-Kamera
    2. 7.2 Die Vorteile einer APS-C-Kamera
  8. 8 Und bei dir so?
  9. 9 Schon entschieden?

Endlich zu einer Kamera mit Vollformat-Sensor wechseln? Doch beim guten, alten APS-C-Sensor bleiben? Eine Übersicht der Vor- und Nachteile beider Kamera-Arten: Ist eine Vollformat-DSLR wirklich besser und nicht nur viel teurer? Falls ja, wofür ist sie überhaupt besser geeignet? Und wie viel besser? Worauf beim Kauf achten? Lohnt sich der Umstieg? Vor dieser Wahl standen bzw. stehen wohl so einige. Daher hier nun eine detaillierte Pro-und-Contra-Liste, die die Entscheidung erleichtern soll.

Vollformat? APS-C? Bitte was?!

Viele werden um den Unterschied wissen – ihr könnt diesen Abschnitt einfach überspringen ;) Für alle anderen: Bei jeder digitalen Kamera entsteht das Bild dadurch, dass das Licht – solange der Spiegel hochgeklappt ist – auf den dahinterliegenden Lichtsensor fällt. Diese Sensoren unterscheiden sich in ihrer Größe: Siehe Bild, die Dimensionen sind originalgetreu.

Die gängigsten Sensorgrößen
Die gängigsten Sensorgrößen

Die mit Abstand meisten heutigen DSLRs haben einen APS-C-Sensor verbaut, einige Profi- und Semiprofimodelle größere Vollformatsensoren. Letztere sind also größer als ein APS-C-Sensor: Sie weisen dieselben Maße wie der frühere Kleinbildfilm auf und werden deshalb auch oft Kleinbildsensoren genannt. Der Knackpunkt: Durch ihre Größe kann mehr Licht auf sie fallen, woraus sich einige wichtige Unterschiede ergeben.

Selbstverständlich gibt es noch weitaus kleinere und größere Sensoren: So benutzen viele kleine Digital- oder Handykameras einen Sensor im Format von etwa 6 x 4,5mm. Am anderen Ende gibt es Mittelformatkameras – z.B. von Hasselblad für läppische 25.000 Euro – welche noch größere Sensoren beinhalten, oder gar sogenannte Großformatkameras.

Weitere Infos bzgl. der Beziehung von Sensorgröße und Auflösung gibt es hier.


Mehr Licht mit der Vollformat?

Vollformat - Canon 5Ds (© Canon)
Vollformat - Canon 5Ds (© Canon)

Da – wie aus dem obigen Bild ersichtlich – der Sensor einer Vollformatkamera etwa 1,6 mal breiter und höher ist, als ein APS-C-Sensor (Ursprünglich Advanced Photo System – Canon), fängt dieser auch mehr Licht ein. Um genauer zu sein: Ungefähr eine Blendenstufe mehr (hier wäre der Faktor 1,41, nicht 1,6).

Hieraus ergibt sich, dass eine Kleinbildkamera im High-ISO-Bereich um einiges rauschärmere Bilder liefert als ihre Gegenspielerin. Einfach mal auf Snapsort eine beliebige Vertreterin beider Klassen vergleichen. Beispielsweise die D7100 und die D810 von Nikon.


Freistellung und Portraits

Außerdem ist das Freistellungspotenzial einer Fullframe-Kamera höher. Der Hintergrund wird also unschärfer, was z.B. bei Portraits oft gewollt ist. Wegen des größeren Sensors fällt nicht nur mehr Licht darauf, auch der Freistellungseffekt ist um etwa eine Blende stärker ausgeprägt. Wenn dies gewollt ist, kann es durchaus als Vorteil gewertet werden. Möchte man jedoch den Schärfebereich gleich groß halten, wie er – bei gleichen Kameraeinstellungen und gleichem Objektiv – an einer APS-C-Kamera wäre, muss man auch eine Stufe weiter abblenden: Womit der Vorteil, dass eine Vollformatkamera eine Blende mehr Licht aufnimmt, neutralisiert wird und damit dahin ist.

Verzichtet man auf diesen Ausgleich, oder möchte den geringeren Schärfebereich und damit mehr Freistellung gar absichtlich haben, nimmt die Vollformatkamera tatsächlich "eine Blende mehr Licht" auf und ist somit, z.B. auch für das Fotografieren bei schlechtem Licht besser geeignet. Außerdem rauscht sie bei hohem ISO-Wert generell weniger. Bei wenig Umgebungslicht ist die Performance also besser.


Der Crop-Faktor: 1,6

Die D800 (© Nikon)
Die D800 (© Nikon)

An einer Vollformatkamera wirkt ein und dasselbe Objektiv "weitwinkliger": Dies kommt daher, dass ein Vollformatsensor einen größeren Teil des Bildkreises eines Objektivs abdeckt. Verwendet man aber z.B. ein Objektiv mit 24mm an einer APS-C-Kamera und eines mit 36mm an einer Kleinbildkamera, wird dieser Unterschied nahezu hinfällig – es gibt trotzdem noch einige kleinere Unterschiede im Bildwinkel, aber das würde an dieser Stelle zu weit führen. Fotografiert man also meist im Weitwinkelbereich und möchte z.B. auf jeden Fall das Nikkor 24-70mm f/2.8 benutzen wäre eine Kleinbildkamera eine gute Wahl. Oder man nimmt einfach eine APS-C-Kamera und ein 18-50mm-Objektiv.

Objektive mit gleicher Brennweite wirken im Umkehrschluss an APS-C-Kameras also so, als ob sie etwa 1,6 mal länger wären. Aus 18mm werden also ca. 28mm, aus 100mm ungefähr 160mm usw. Das rührt daher, dass ein kleinerer Teil des Bildkreises abgedeckt wird und so der Eindruck einer längeren Brennweite entsteht. Es ist also nicht wirklich eine Brennweitenverlängerung, was in der Praxis jedoch vernachlässigbar ist. Objektive an Kleinbildkameras sind also salopp gesprochen etwa 1,6 mal länger bzw. an APS-C-Kameras 1,6 mal kürzer.


Das wichtigste: Die Bildqualität

Ein anderer wichtiger Vorteil von Vollformatkameras ist ihre bessere Bildqualität. Wie bereits beschrieben ist die Bildqualität im Bereich hoher ISO-Zahlen besser, aber auch die Farbtiefe (gemessen in Bit) und Dynamic Range bzw. der Dynamikumfang ist besser. Die Farbtiefe gibt an, wie viele verschiedene Farben eine Kamera unterscheiden kann. Ein Bit mehr bedeutet hierbei doppelt so viele Farbabstufungen. DIe Farbtiefe ist vor allem bei Portraits wichtig.

Die Dynamic Range wird in EV (Blendenstufen) gemessen und bezeichnet die Spanne von Hell bis Dunkel die von der Kamera zwischen hundertprozentigem Schwarz und Weiß erkannt wird. Hoher Dynamikumfang ist hierbei natürlich wünschenswert. Niedriger könnte bedeuten, dass z.B. bei einem Foto eines Sonnenuntergangs der Himmel zu 100% weiß und der Boden zu 100% schwarz ist. Auch hier kann man ja mal Snapsort bemühen. Wie schon kurz angerissen, ist die die Spanne des Dynamikbereichs vor allem für Landschaften, Sonnenuntergänge und generell kontrastreiche Bilder relevant.

Die Nikon D600 (© Nikon)
Die Nikon D600 (© Nikon)

Auch wenn die Bildqualität von Vollformatkameras oft um einiges besser ist, ist die von kleineren Kameras meiner Meinung nach fast immer vollkommen(!) ausreichend. Viel ausschlaggebender sind die Objektive! Eine Vollformat mit schlechtem, niedrigauflösendem Objektiv wird z.B. niemals schärfere Bilder machen, als eine kleinere mit guter Linse!

Der Vollständigkeit halber: Die Bildqualität hängt eigentlich eher von der Bauart ab, also davon, ob es sich z.B. um einem CCD- oder CMOS-Sensor handelt. Trotzdem ist sie im Vollformat meist um einiges besser. Dass Vollformatkameras jedoch oft einiges mehr an Megapixel aufweisen, ist jedoch allein der Sensorgröße geschuldet.


Geld, Objektive und Größe

Da Vollformatkameras meist eher für professionelle Anwender konzipiert werden, ist ein angenehmer Nebeneffekt, dass ihre Ausstattung und ihr Funktionsumfang meist auch beutend umfangreicher ist.

Der ausschlaggebendste Nachteil dürfte der oftmals hohe Preis sein. Zwar sind mittlerweile einige günstigere Modelle, wie z.B. die Nikon D600 auf den Markt gekommen, unterm Strich dürften Vollformatkameras jedoch meist etwa doppelt so teuer, wie ihre kleineren Mitbewerber sein. APS-C-Kameras sind einfach viel billiger!

Ein – meiner Meinung nach weniger gravierender – Nachteil ist die Objektivauswahl: An Kameras mit Vollformatsensor können nur Objektive mit ausreichend großem Bildkreis benutzt werden. Diese sind bei Sigma mit DG, bei Tamron mit Di (nicht Di-II!), bei Canon mit EF (nicht EF-S!) und bei Nikon mit FX (nicht DX!) gekennzeichnet.

Außerdem sind Kameras mit kleineren Sensoren – oh Wunder – kleiner! Definitiv ein Vorteil, wenn man nicht gerade eine große Kamera zu Selbstdarstellungszwecken benötigt.


Was denn jetzt?

Falls ihr jetzt verwirrter als vorher seid, hier noch einmal die Unterschiede auf einen Blick:


Die Vorteile einer Fullframe-Kamera

  • Bessere Bildqualität
  • Bessere Low Light Performance bzw. fängt theoretisch mehr Licht ein
  • Höheres Freistellungspotenzial
  • Theoretisch 1,6 mal "weitwinkligere" Aufnahmen (wenn gewünscht)
  • Bessere Ausstattung

    Die Vorteile einer APS-C-Kamera

  • Sehr viel günstiger
  • Kleiner & leichter
  • Bildqualität meist absolut ausreichend
  • Theoretisch 1,6 mal "länger" im Telebereich (wenn gewünscht)
  • Mehr Objektive benutzbar

  • Wie man sieht, gibt es Argumente für beide Bauarten. Man sollte sich also genau überlegen, was man braucht und ob man wirklich so viel Geld für eine Vollformatkamera ausgeben möchte. Je nachdem was man fotografiert, wie die Lichtverhältnisse sind, wie viel Geld man zur Verfügung hat, muss es jede(r) selbst entscheiden. Passt auf, nichts zu kaufen ohne, ohne es wirklich zu brauchen und so eine Menge Geld in den Sand zu setzen!

    Und bei dir so?

    Ich benutze momentan die Pentax K-5, früher hochklassig, heute nicht mehr hundertprozentig auf neuesten Stand, von der Bildqualität aber immer noch sehr, sehr gut. Ich bin auch soweit wirklich zufrieden mit ihr.

    Die Pentax K-5 (© Pentax)
    Die Pentax K-5 (© Pentax)


    Da ich jedoch sehr, sehr häufig in schlechten Lichtverhältnissen fotografiere und oft im Weitwinkelbereich bin, spielte ich schon lange mit dem Gedanken zu einer Vollformat zu wechseln. Genauer: Zur Nikon D600 bzw. D610. Dazu sollte es das Nikkor 24-70mm f/2.8 geben. Eigentlich eine super Kombi für mein Einsatzgebiet, nicht?

    Denkste! Das 24-70er hat keinen Bildstabilisator und in Nikon-Kameras steckt auch keiner. Da ich aber – eben weil es oft so dunkel ist – häufig an der Grenze zur längstmöglichen Belichtungszeit kratze (beim 15er etwa 1/10 Sek. mit Stabilisator), lasse ich den Wechsel eventuell doch sein. Oder es muss ein anderes Objektiv zur D600 her. Oder eine andere Kameramarke. Oder ich bleibe bei der Pentax. Oder…

    Update: Mittlerweile bin ich auf die Nikon D610 umgestiegen, nachdem ich ein unglaublich gutes Angebot erhalten hatte. Dazu benutze ich ein Nikon AF-S 85mm f/1.8 G und ein Tokina AT-X 16-28mm f/2.8 PRO. Es ist der Hammer, vor allem um Portraits zu schießen.


    Schon entschieden?

    So Freunde, ich wünsche euch noch viel Spaß beim Kopfzerbrechen und werde es euch gleichtun! Sobald ich mich entschieden habe ob – und zu welchem Equipment genau – ich wechsle, werdet ihr es erfahren!

    Bonus: Hier geht’s zur Übersicht der Weitwinkel-Objektive fürs Nikon Vollformat FX – natürlich ebenfalls an APS-C-Sensoren nutzbar. Außerdem ist inzwischen auch eine Übersicht der vollformat-geeigneten Portrait-Objektive für Nikon-Kameras – samt ihrer Vor- und Nachteile – erschienen.

    Wenn du dir – nicht nur übers Vollformat – eine Übersicht über aktuelle Kameras verschaffen willst, schau am besten hier vorbei!

    Habe ich noch ein ausschlaggebendes Pro- oder Contra-Argument vergessen? Wenn ja, lasst es mich wissen! Falls noch jemand Fragen zu diesem oder einem anderen Thema hat: Immer raus damit!

    Erscheinungsdatum

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    25 Kommentare

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    1. Jakob ThoböllJakob Thoböll |

      Ein +-Punkt von APS-C-Kameras hast du vergessen: Objektive haben die Angewohnheit, am Rand und in den Ecken besonders starke Bildfehler zu hinterlassen.
      Wenn du also ein Vollformat-Rohr an ne APS-C-Kamera schraubst, kannst du z.T. diese Verluste verhindern.

    2. icke
      icke |

      Und das wichtigste ist noch:

      Die Vollformatkameras können definitiv keine Filme aufnehmen.
      Weswegen ich den Wechsel bisher nicht als lohnend empfinde.

      1. FabFab |

        ??? Wieso sollten Vollformatkameras keine Filme aufnehmen können, seit wann?

      2. Finn (SagtMirNix)Finn (SagtMirNix) |

        Das frag ich mich auch.

        Das einzige was an meiner Nikon D610 nen Nachteil beim Filmen ist, ist dass sie keinen Bildstabilisator bzw. VR hat... Aber das ist ja an sich kein Vollformat-Nachteil, sondern einfach wegen der Bauart der spezifischen Kamera.

    3. Finn (SagtMirNix)
      Finn (SagtMirNix) |

      Hallo icke, wieso sollten Vollformat-Kameras denn keine Filme aufnehmen können?

      Habe seit kurzem eine Nikon D610 - welche eine Vollformat ist - und die kann Filme aufnehmen. Entweder in Full HD, oder "nur" mit 720p, aber dafür bei 60 FPS.

      Für mich persönlich allerdings egal, da ich sowieso "nur" fotografiere. Bin maximal zufrieden mit ihr.

    4. AlexanderAlexander |

      Hallo Finn,

      schöner Artikel, der die wichtigsten Punkte schön zusammenfasst.

      Ich komme noch aus einer Zeit, in der alle Kameras "Vollformat" waren (36 mm Film). Ich weine dem "Vollformat" schon noch etwas hinterher und meine nächste Kamera wird wohl eine EOS 5 oder EOS 6 (das liebe Geld!) sein.
      Die Bildqualität von Vollformat mag etwas besser sein, was eine EOS7 MKII aber so ausspuckt - danach hätte sich eine EOS 1 der ersten oder zweiten Generation alle Finger geleckt (so sie denn welche hätte). Der technische Fortschritt von einer Kamerageneration zur nächsten ist hier bedeutender als die Größe des Sensors.
      Einen wirklichen Vorteil haben die Vollformat-Kameras aber doch: Bei Sport- und Wildtieraufnahmen.
      Mit meinem 300 mm komme ich so auf eine Brennweite von 480 mm.
      Das ist schon was.
      300 mm-Objektive sind heutzutage für vergleichsweise wenig Geld zu bekommen. Aber kauf dir mal ein 5,6 500 mm-Objektiv. Das sind sündhaft teure, schwere, unhandliche Scherben. Alleine die Filter dafür kosten schon 150,- €!
      Das ist aber auch schon der einzige Vorteil von Crop-Sensoren der wirklich wichtig ist.

      Ansonsten: Vollformat rockt!

      Viele Grüße

      Alexander

    5. Finn (SagtMirNix)
      Finn (SagtMirNix) |

      Hi Alexander,

      Danke für die Blumen! Eine "alte Vollformat" habe ich mir neben meiner Nikon D610 auch zugelegt, eine Pentax MX für 10 Euro :D Der Sucher ist gigantisch, sogar für eine Kleinbild-Kamera. Ist aber nur Spielerei.

      Was die Kameraentwicklung und die Fortschritte angeht hast du natürlich vollkommen Recht. Aber kann es sein, dass du einmal Vollformat und Crop-Sensoren durcheinander gebracht hast? An Crop-Kameras sind die Brennweiten ja "länger" und an FX bzw. Vollformat-Sensoren "weitwinkliger".

      Viele Grüße,
      Finn

    6. Sue
      Sue |

      Meine Kamera (Canon EOS 400D gebraucht gekauft) empfinde ich als zu alt.
      Ich würde eine neue kaufen.
      Objektiv hab ich nur eins, das EF-S 60mm f2.8 Makro.
      Ich stehe vor der Entscheidung Vollformat oder APS-C.
      Meine Themen sind Portrait und Landschaft/ Natur.
      Fotografie betreibe ich nur Hobbymäßig.
      Entweder Canon EOS 70D/ 7D Mk II oder Canon EOS 6D/ 5D Mk II?
      Ich hab keine Ahnung, wohin ich investieren soll.

      1. Finn (SagtMirNix)Finn (SagtMirNix) |

        Hallo Sue!

        Also grundsätzlich hätte ne Vollformat ja schon einige Vorteile, wenn du viel Landschaftsfotos und Portraits machst. Die Fage ist dann nur, ob dir das das Geld wert ist. Für Natur bzw. Tiere wäre wegen dem Telebereich wiederum eher eine APS-C geeignet.

        Momentan würde ich im Bereich der "günstigeren" Vollformat-Kameras aber generell eher zu Nikon raten.

        Wenn ich mich recht erinnere, ist das EF-S 60mm aber gar nicht an einer Vollformat nutzbar, oder?

        Hoffe konnte dir helfen!

    7. Rainer WunderlichRainer Wunderlich |

      Hallo, ich bin neu auf dieser interessanten Seite.
      Zum Thema Voll-Format - ja oder nein eine kleine Anmerkung von mir: Ich finde es immer wichtig den Fotografen zu fragen was seine Ausgabe ( größe ) ist. Vielleicht nur für Foto-Bücher, nur für Facebook, nur A4-Ausdrucke, oder Ausstellungsfotos für die Wand, so groß wie möglich. Ich gehe von dem Eigentlichen Thema mal einen Schritt zu Seite. Ich habe für ein bekanntes Stadt-Magazin fotografiert und weil ich eine "immer-dabei-Kamera brauchte hohle ich mir anfangs die Canon G11 / Fuji X30. Ich kam mit diesen Kamera-Formaten so gut klar, dass ich mein DSLR nur mitnahm wenn ich extreme Brennweiten benötigte. Fotos die ich benötige waren nie größer als A3. In dieser "Kleinheit" war was die Bild-Qualität anbelangt kein Unterschied auszumachen zu meiner Großen. Warum ich das schreibe - Weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass manches tatsächlich mit kleinem "Besteck" zu realisieren ist und man nicht, wie manch einer behaupten mag, nur mit größeren Sensoren machbar ist. Wollte ich nur mal erwähnen. LG Rainer Wu

      1. Finn (SagtMirNix)Finn (SagtMirNix) |

        Hallo Rainer!

        Das sehe ich auf jeden Fall ganz genau so. Die Rechnung "Vollformat = besser als APS-C" geht ganz so einfach leider nicht. Aber das ist ja auch völlig okay so: Erspart den Leuten, die für ihre Einsatzzwecke nicht unbedingt eine Vollformat bzw. DSLR an sich brauchen, ne Menge Geld und Schlepperei.

        Kommt halt ganz darauf an was man wie und wofür fotografieren möchte.

        Viele Grüße & Danke für deine Gedanken!

    8. JörnJörn |

      Hallo Finn,

      interessanter Artikel. Irgendwie schwebt ja vielen Fotografen das Vollformat wie der Mythos vom heiligen Gral vor Augen, was sicherlich nicht ganz von ungefähr kommt... ist ja auch im Sinne der Industrie...

      Ich für meinen Teil fotografiere bislang mit APS-C (Canon EOS 600D). Und komme damit bislang wunderbar hin, kann (fast) alles umsetzen, was ich mir so vornehme.

      Trotzdem habe auch ich mich immer wieder gefragt, wie eklatant der Unterschied zum Vollformat denn wirklich ist, und zwar direkt am Vergleichsbild. Und dazu habe ich leider bislang im Netz nicht viel gefunden. Sicherlich - ein paar Hinweise: mehr Licht, weitwinkliger, besseres Freistellen durch Unschärfe, weniger Bildrauschen - aber leider nie wirklich konkret am Bildbeispiel erkennbar, nie konkret, wieviel es wirklich ausmacht, so, dass man eine Vorstellung bekommt...

      Glücklicherweise hatte ich kürzlich die Gelegenheit für einen eigenen Vergleichstest. Ich muss sagen, so ein "Hands-On" kann schon eine Offenbarung sein.

      Mein persönliches Fazit: ja, ich hätte gern eine Vollformat-Kamera, und ja, die Bildergebnisse sind im Detail besser. Aber nicht so sehr, dass ich jetzt nach einem Umstieg "gieren" würde! Bei weitem nicht! Zum Glück, immerhin fehlt mir auch das "Kleingeld" dafür...

      Wer Interesse haben sollte: auf meinem Blog habe ich eine kleine Artikel-Serie zu dem Vergleich gestartet, vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen.

      Lieben Gruß,

      Jörn

      1. Finn (SagtMirNix)Finn (SagtMirNix) |

        Hi Jörn,

        bitte verzeih, dass ich erst jetzt antworte, hab leider grade viel zu tun und noch keine Zeit gefunden. Und herzlichen Dank für deinen ausführlichen Kommentar!

        Ja das stimmt, Vollformat wird im Vergleich zu APS-C wirklich hart in den HImmel gelobt. Klar hat es auch große Vorteile - aber eben auch nur für bestimmte Zwecke und zu einem hohen Preis.

        Da ich aber meist sehr weitwinklig, oder aber Portraits fotografiere - und oft bei schlechtem Licht in "Lost Places" - wollte ich eigentlich schon lange wechseln. Habe mich aber auch erst endgültig dazu entschieden zu Vollformat bzw. Nikon FX zu wechseln, nachdem ichs selber mal praktisch ausprobiert habe. Da kann man noch so viel im Netz lesen, selber damit zu fotgrafieren bringt einfach nen viel besseren Eindruck davon. Außerdem war das Kamraangebot, das ich damals bekommen habe, einfach zu gut um es abzulehnen :D

        Werde mir deine Artikelserie gleich mal anschauen :)

        Viele Grüße,
        Finn

    9. Laura
      Laura |

      Hallo Finn!

      Ich bin sehr froh, dass ich auf deinen Artikel gestoßen bin.
      Ich stehe vor der Entscheidung mir eine neue Kamera anzuschaffen (benutze grade die Canon 600D).

      Canon 80D (APS-C) oder Canon 7D (Vollformat)

      Welche Empfehlung würdest du für ein angehende Fotografiestudentin aussprechen?
      Reicht mir da eine Kamera mit APS-C Sensor oder wird mir das bald zu wenig und ich brauche dann umbedingt eine Vollformatkamera?
      Ich tendiere nämlich eher zur 80D wegen der Größe und dem Preis, weiß aber nicht, ob die ausreichen wird für später.

      fettes Danke im Voraus,
      Laura :)

      1. Finn (SagtMirNix)Finn (SagtMirNix) |

        Hi Laura,

        bitte verzeih, dass ich erst jetzt antworte, habe gerade leider sehr viel zu tun.

        Ob es sich für dich im Endeffekt eher lohnen würde ne Vollformat-Kamera zu kaufen, oder beim APS-C-Sensort zu bleiben kann ich dir nicht sagen. Das muss jede(r) selbst eintscheiden, da ja beides seine Vor- und Nachteile hat.

        Ich würde einfach überlegen, was du am meisen fotografieren wirst bzw. welche Arten von Fotos dir am wichtigsten sind und dann aufgrunddessen entscheiden.

        Was ich dir aber sagen kann: Auch wenn ich mit meiner Pentax damals zu 100% zufrieden war, möchte ich meine jetzige Nikon D610, die ja eine Vollformat ist, auf keinen Fall mehr missen.

        Gerade für Portraits und Weitwinkel-Fotografie (Landschaft, Architektur usw.) ist ne Vollformat / FX einfach etwas besser geeignet.

        Ich würde aber eigentlich nicht sagen, dass man als Fotografie-Studenten "unbedingt" ne Vollformat braucht. Und die 80D ist auf jeden Fall ne top Kamera.

        Hoffe, dass ich dir helfen konnte und bei weiteren Fragen: Immer raus damit! Und natürlich viel Erfolg bei deinem Fotografie-Studium, gute Wahl :)

        Viele Grüße,
        Finn

    10. Klaus Knopp
      Klaus Knopp |

      Sehr toll geschrieben...danke für den Text.

      1. Finn (SagtMirNix)Finn (SagtMirNix) |

        Hallo Klaus,

        vielen Dank und sehr gerne!

        Viele Grüße,
        Finn

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